Vulkanier

Vulkanier

 

 

Die Informationen über das Gegenstück aus dem Spiegeluniversum sind unter Völker des Spiegeluniversums zu finden.

Die Vulkanier sind eine humanoid-vulkanoide Spezies vom Planeten Vulkan. Es sind Telepathen, die gelernt haben, ihre Emotionen zu unterdrücken und unter Kontrolle zu halten. Sie folgen der reinen Logik. Die Vulkanier sind eines der vier Gründungsmitglieder der Föderation.

Physiologie

Vulkans Oberfläche

 

Die vulkanische Physiologie ist gut angepasst an eine lebensfeindliche wüstenartige Umgebung. So besitzen sie auch ein drittes, innenliegendes Augenlid, das sie vor den Strahlen der vulkanischen Sonne schützt. Sie benutzen es nur sehr selten und dann rein instinktiv, ähnlich dem menschlichen Lidschluss-Reflex. (TOS: Spock außer Kontrolle; ENT: Der Anschlag) Vulkanier beginnen erst ab einer Umgebungstemperatur von etwa 350 Kelvin (das entspricht ungefähr 77 Grad Celsius) zu schwitzen und kommen Tage ohne Wasser aus. (VOY: Der Spuk auf Deck Zwölf; ENT: Der Anschlag)

Sie haben einen durchschnittlichen Puls von 242, wobei ein Herzschlag von 300 Schlägen pro Minute außergewöhnlich hoch ist, ihr Blutdruck ist normalerweise kaum messbar. Bei Vulkaniern liegt das Herz dort, wo bei Menschen die Leber ist (TOS: Implosion in der Spirale, Der erste Krieg; VOY: Tuvok’s Flashback).

Vulkanier kommen zwei Wochen ohne Schlaf aus und haben einen sehr anpassungsfähigen Darm, und auch wenn ihnen ihre Ideologie das Verzehren von Fleisch verbietet, sind sie dazu in der Lage. (VOY: Die Muse; ENT: In guter Hoffnung) Der Magen ist sehr strapazierfähig, laut Dr. McCoy können Vulkanier sogar Termiten essen. (Star Trek V: Am Rande des Universums)

Vulkanier haben die Fähigkeit um ihr Gehirn einen Schutzschirm zu entwickeln, dazu gehört jedoch auch ständiges Training. (TOS: Kampf um Organia)

Vulkanier haben durchschnittlich etwa dreimal soviel Kraft wie ein Mensch (DS9: Wettkampf in der Holosuite) und sind auch stärker als die meisten anderen Spezies (VOY: Die Asteroiden). Vulkanisches Blut ist grün, da seine Erythrozyten Kupferoxid statt Eisenoxid wie bei den Menschen beinhalten. (TOS: Das Letzte seiner Art, Tödliche Wolken)

Außerdem haben Vulkanier auch in einer weniger dichten Atmosphäre mit weniger Sauerstoff kaum Probleme (VOY: Die Asteroiden). Vulkanier haben einen ausgeprägten Geruchssinn, besonders die Frauen. Daher ist ihnen die menschliche Gesellschaft wegen der Geruchsbelästigung eher unangenehm. Sind sie zum Zusammenleben mit Menschen gezwungen, nehmen sie deswegen einen Geruchsblocker. Hinzu kommt natürlich die hohe Emotionalität der Menschen. (TOS: Weltraumfieber; Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock; VOY: Pon Farr; ENT: Doppeltes Spiel)

Die vulkanische Physiologie reagiert sensibel auf Neutronengradienten. (VOY: Fair Haven)

Ihre Lebenserwartung beträgt rund 200 Jahre. (ENT: Aufbruch ins Unbekannte, Teil I)

Psyche

Vulkanier sind von Natur aus eine sehr impulsive, triebgesteuerte und aggressive Spezies, jedoch werden diese Instinkte heute mit Hilfe von Meditation und strikter mentaler Disziplin unterdrückt. Der vulkanische Verhaltenskodex diktiert das Abschalten jeglicher Emotionen.

Vulkanier träumen nicht. Jeden Abend müssen sie meditieren, um ihren Geist zu ordnen und um ihre Gefühle zu unterdrücken. Dabei verlieren sie auch die Möglichkeit, zu träumen. Unterlassen sie jedoch ihre Meditation, so kehren die Träume zurück. Sie sind für die Vulkanier meist aber unangenehm, da sie dort keinen Einfluss auf ihre Emotionen haben, was meist in Albträumen resultiert. (ENT: Die Verschmelzung)

Alle sieben Jahre durchlaufen erwachsene Vulkanier das sogenannte Pon Farr. Eine Zeit, in der die sexuellen Triebe ausbrechen und die sonst so typische Logik und Emotionslosigkeit ausgeschaltet wird. Es gibt nur drei Varianten das Pon Farr zu beenden. Entweder die Vereinigung mit einem geeigneten Partner, der rituelle Kampf Kal-if-Fee auf Leben und Tod beim Koon-ut-kal-if-Fee oder der ungleich schwierigere Weg der Meditation, der aber eine starke Kontrolle der geistigen Kräfte voraussetzt (TOS: Weltraumfieber; VOY: Pon Farr).

Der vulkanische Nervengriff oder auch Nackengriff genannt, ist eine effiziente und gewaltfreie Methode einen Gegner kampfunfähig zu machen. Mit einem Griff in den Nacken erreichen Vulkanier bei fast jedem Humanoiden einen Nervenpunkt, der für tiefe Bewusstlosigkeit sorgt. (TOS: Die unsichtbare Falle)

Den Vulkanier sind nicht nur solche gewaltfreie Methoden bekannt. Das Tal-Shaya ist zum Beispiel ein vulkanische Tötungstechnik. (TOS: Reise nach Babel) Vulkanier sind darauf trainiert, ihre Emotionen beim Töten zu unterdrücken. Zusätzlich existiert ein veraltetes Ritual, genannt Fulara, durch das neben den Gefühlen auch die Erinnerung an ein Ereignis unterdrückt wird. (ENT: Der Siebente)

Vulkanier können eine schwere Krankheit oder Verletzung heilen, wenn sie sich durch Selbsthypnose in tiefe Trance begeben. Sie verwenden alle Kraft darauf Blut und Antikörper zu den betroffenen Stellen zu leiten. Die Werte des Patienten sinken bedrohlich während der Trance, er nimmt aber noch alles wahr, was in seiner Umgebung passiert. Wenn die Krankheit bzw. Verletzung verheilt ist, kann der Vulkanier nur mit einigen Schlägen ins Gesicht wieder ins Bewusstsein geholt werden. (TOS: Der erste Krieg)

Vulkanier besitzen eine unsterbliche Seele, die sogenannte Katra. Da sie Telepathen sind, können sie ihre Katra per Gedankenverschmelzung, die sie auch zu anderen Gelegenheiten praktizieren, auf eine andere Person übertragen, damit sie beim plötzlichen Tod des Körpers nicht verloren geht. (Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock) Außerdem sehen sie den Tod nur als Ende einer Reise an. (VOY: Unschuld)

Dieses Verfahren wird zur Zeit Surak’s sogar an leblosen Objekten angewendet, an so genannten Katrischen Schreinen. Darin kann das Katra eines Vulkaniers mehr als 1000 Jahre überdauern.

Das Fal-Tor-Pan-Ritual

Fal-Tor-Pan ist ein vulkanisches Ritual zur Wiedervereinigung von Körper und der Katra, dem Geist bzw. Essenz einer Person.

2285 wird es von der Priesterin T’Lar an Spock durchgeführt. Obwohl es eine sehr schwierige und für alle eine gefährliche Prozedur ist, die seit Ewigkeiten nicht mehr durchgeführt wurde, bittet Sarek darum, damit sein Sohn Spock wieder lebt.

T’Lar gelingt es, mit Unterstützung anderer Priester, Spocks Katra von McCoy, dem Hüter der Katra, wieder in Spocks lebendigen Körper zu übertragen.

Das Ritual dauert einen ganzen Vulkan-Tag und wird in einem Tempel auf dem Berg Seleya durchgeführt. Die Priesterin legt eine Hand auf das Gesicht des Hüters der Katra und die andere Hand auf das Gesicht des seelenlosen Körpers. Beide liegen auf einem Altar. Begleitet durch die leise Musik der Gongs, begibt sich die Priesterin in einen Trance-Zustand, der einer Gedankenverschmelzung ähnelt. (Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock)

Leidet ein Vulkanier an dem Bendii-Syndrom, dann brechen mit der Zeit sämtliche Gefühle hervor. Diese Krankheit tritt jedoch generell nur bei Vulkaniern über 200 Jahren aus.(TNG: Botschafter Sarek)